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Version vom 17. Februar 2020, 15:53 Uhr

Voids (englisch für Lücke, Leerraum) sind in der Astronomie und in der Astrophysik riesige Leerräume zwischen den größeren Strukturen des Universums, genannt: Filamente.

In einem Weltall mit homogen verteilter Masse würden sich die Gravitationskräfte gegenseitig aufheben und keine resultierende Beschleunigungskomponente ergeben. Im realen Universum gibt es jedoch Regionen mit über- und unterdurchschnittlicher Materiekonzentration, nämlich Galaxienhaufen und Voids. Während von Galaxienhaufen eine anziehende Kraft in Richtung dieser Materie ausgeht, sorgen Bereiche mit zum Durchschnitt fehlender Masse für mangelnde Anziehung in Richtung des Voids und damit für eine resultierende Kraftwirkung in die Gegenrichtung.

Für die Erklärung des Geschwindigkeitsvektors der Lokalen Galaxiengruppe ist demnach neben der Anziehung durch den Großen Attraktor, bzw. des Shapley-Superhaufens auch die abstoßende Wirkung eines Voids in der ungefähren Gegenrichtung zu berücksichtigen. Nach neueren Berechnungen ist der Einfluss dieser Abstoßung sogar größer als die Anziehungseffekte der Galaxienhaufen, da dieser Bewegungsvektor exakt vom Void weg, aber nur ungefähr in Richtung der Massekonzentrationen zeigt.

Die bisher direkt beobachteten Voids haben meist einen Durchmesser im Bereich von 100 Millionen Lichtjahren. Der bislang größte Void ist der Eridanus Supervoid. Er hat mit einem Durchmesser von etwa einer Milliarde Lichtjahren etwa das tausendfache Volumen der üblichen Voids.

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